Vorgeschichte  
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Als Gründungsdatum des "Hauptverbands Deutscher Filmtheater e.V." (HDF) gilt der 2. März 1950. Zwar hieß der Verband, unter dessen Dach die regionalen Wirtschaftsverbände der Branche zusammengeschlossen waren, damals noch "Zentralverband der Deutschen Filmtheater". Aber jener ZDF, der im Frühjahr 1950 im prächtigen, wenn auch noch ramponierten Biebricher Schloss in Wiesbaden aus der Taufe gehoben wurde, entsprach in seiner Funktion als Dach- und Bundesverband der Filmtheater dem HDF, der in den sechziger Jahren aus ihm hervorging.


Biebricher Schloss, 1950

  Dabei konnte auch der ZDF selbst auf eine Vorgeschichte unter anderem Namen zurückblicken: nämlich auf die "Verbandsgemeinschaft der Westdeutschen Filmtheater" (VWF). Zunächst hatten sich in Abhängigkeit von den Besatzungszonen und unter dem Reglement der alliierten Filmbehörden regionale Mitgliedsverbände als Interessenvertretung der Kinobesitzer gebildet. In der US-amerikanischen Zone war bereits 1945 das Gesetz Nr. 191 in Kraft getreten, das "das Erzeugen, Vertreiben und Verleihen von Lichtspiel-Filmen und den Betrieb von Lichtspiel-Theatern vorbehaltlich anderer Anordnung oder sonstiger Ermächtigung durch die Militärregierung" grundsätzlich verbot. Wohl wissend um die potentiell verheerende propagandistische Macht der Massenmedien, die die Nationalsozialisten so nachhaltig demonstriert hatten, unterwarfen die Alliierten das Kino zunächst genauso ihrer Kontrolle wie Druckschriften, Rundfunk, Theater und Musik.  

 

 

 

 

 

 

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