Zonenverbände  
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Auch die neu gegründeten regionalen Wirtschaftsverbände der Branche unterlagen anfangs noch alliierter Kontrolle. So bestimmte zum Beispiel zunächst die britische "Film Section I.S.C." im "Wirtschaftsverband der Filmtheater" in der britischen Zone die Zusammensetzung der Beiräte, die den Vorsitzenden wählten. Im Oktober 1947 allerdings gab es dann schon demokratische Wahlen zu den Mitgliederbeiräten aus den einzelnen Bezirken.

  Werbevorschlag vom Werbeausschuß der SPIO, 1957
Werbevorschlag vom Werbeausschuß der SPIO, 1957
 

 

 

 

 

 

   
1946 waren die US-amerikanische und die britische Zone in der Bizone zusammengeschlossen worden, der ein Jahr später unter Einbeziehung der französischen Zone ein "Vereinigtes Wirtschaftsgebiet" folgte. So ergab sich die politische und - unterstrichen durch die Währungsreform im Juni 1948 - auch die ökonomische Notwendigkeit, die Wirksamkeit der Regionalverbände durch einen Dachverband zu erhöhen. Auch der "Verband Bayerischer Filmtheater e.V." machte sich mit einem Thesenpapier im August 1948 für eine "Arbeitsgemeinschaft der Filmtheaterverbände in den vereinigten Wirtschaftsgebieten" stark und lud die Filmtheaterverbände der Trizone im folgenden Monat zu einer Besprechung nach München ein.
Das Verbandsrecht war allerdings in den
westlichen Zonen bis dahin stark unterschiedlich gehandhabt worden, was dazu führte, dass die Filmtheaterverbände in der amerikanischen und in der französischen Zone sich nur auf Länderebene und nicht zonenweit zusammenschließen konnten. Eine Novelle des Verbandsrechts machte dann Ende 1948 den Weg frei für Zusammenschlüsse über alle drei Westzonen hinweg. So konnten am 13. Januar 1949 in Frankfurt am Main der "Wirtschaftsverband der Filmtheater (Brit. Zone)", die "Arbeitsgemeinschaft der Filmtheaterverbände der US-Zone" und die "Arbeitsgemeinschaft der Filmtheaterverbände der franz. Zone" die übergeordnete "Verbandsgemeinschaft der westdeutschen Filmtheater" (VWF) aus der Taufe heben.

 

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