SPIO-Krise  
nächste Seite weiter
 

  Die Interessen der deutschen Produzenten und Verleiher waren andere: sie befürworteten auch im Rahmen der SPIO die Quota-Regelung, aber der ZDF lehnte sie schließlich so vehement ab, dass Produzenten und Verleiher auf einer SPIO-Sitzung am 26. Juni 1951 in München die Gründung einer mit der SPIO faktisch konkurrierenden "Arbeitsgemeinschaft der Filmindustrie in Deutschland" bekannt gaben - mit der SPIO war angesichts der völlig divergenten Positionen keine geschlossene Lobbyarbeit in Bonn zu leisten. Die kaum anderthalb Jahre alte SPIO schien damit zerbrochen. Die Diskussion um die Quota-Frage bestimmte noch das ganze Jahr 1951, wobei die  

 

 

 

 

 

           
  im März 1950 beschlossenen Bundesbürgschaften für Filmproduktionen zum einen die Entschlossenheit des Bundes demonstriert hatten, die einheimische Produktion kontrolliert anzukurbeln, zum anderen aber die Situation etwas entspannten. Bis 1955 erreichte diese politisch motivierte Wirtschaftsförderung in Form von Bürgschaften eine Höhe von insgesamt immerhin 100 Millionen Mark. Ein gehöriger Wermutstropfen war es aber, dass die Ausfälle, für die der Bund einstehen musste, mehr als 30 Millionen Mark ausmachten.  

Die Ratten
"Die Ratten", BRD 1955, R.: Robert Siodmak

 

   
       

 

nächste Seite weiter
weiter weiter