Martin-Plan  
 

Nachdem CDU und SPD das "Gesetz über Maßnahmen auf dem Gebiet der deutschen Filmwirtschaft" am 29. März schließlich in de Bundestag eingebracht hatten, feuerte der ZDF allerdings aus allen Rohren. Es sei unzumutbar, "ausgerechnet den Teil der Filmwirtschaft, der dem Konkurrenzdruck des Fernsehens am stärksten und im Gegensatz zu Produktion und Verleih unausweichlich ausgesetzt ist, im Rahmen der freien Marktwirtschaft mit einer

 
gesetzlichen Abgabe zugunsten der Filmproduzenten zu belasten", hieß es in einer ZDF-Resolution der Jahresmitgliederversammlung vom 30. Mai. Der ZDF lehnte den vorliegenden Gesetzentwurf strikt ab. Zu den "lebenswichtigen Interessen der Filmtheaterwirtschaft", die im Gesetzentwurf keine Berücksichtigung fänden, zählte die ZDF-Resolution unter anderen diese:
 

 

 

       
 
  1. Wegfall der Vergnügungssteuer als unabdingbare Voraussetzung
  2. Theaterabgabe bei einem umsatzsteuerfreien Satz von zwei bis maximal drei
    Prozent des Kartenverkaufs
  3. Freibetrag zum Schutz der Kleintheater von mehr als den vorgesehenen 100.000
    Mark Umsatz
  4. Kein Überschreiten der branchenüblichen Höchstfilmmiete, keine Verschlechterung
    der geltenden Verleihkonditionen
  5. Neufestsetzung begünstigter Filmmieten für kleine und kleinste Filmtheater
  6. Regelung der Abgabe bei allen Vorführungen gegen Entgelt ausserhalb von
    Filmtheatern
  7. Absicherung der filmwirtschaftlichen Belange gegenüber dem Fernsehen
  8. Mitwirkung von Delegierten der Filmtheaterwirtschaft in allen Gremien der geplanten
    Anstalt, die die Umlage erheben und die Fördergelder verteilen sollte.
   
       

 

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