Berliner Geldnöte  
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Des weiteren hob die Versammlung Beitragssonderregelungen für einzelne Mitgliedsverbände auf - die Etatmittel des ZDF nahmen wegen der sinkenden Kinozahlen stetig ab, und es ging sogar die Rede von einer Sonderumlage zur Deckung einer etwaigen Etatlücke am Ende des Jahres. Dabei war in den Landesverbänden die Beitragshöhe von der Größe der Theater abhängig, im Zentralverband aber nur von der bloßen Zahl der Theater in einem Landesverband. Das Kinosterben, das vor allem auch kleine Theater auf dem Land und in den Vorstädten betraf, belastete deshalb den ZDF-Etat noch stärker als die Haushalte der Länderverbände. Der Berliner Verband, der einen Vorzugssatz von 20 Pfennigen pro Mitgliedstheater und Monat gezahlt hatte, nahm die Abschaffung der Beitragssonderregelungen zum Anlass, am 20. September vorsorglich seinen Austritt aus dem ZDF zu erklären. Drei Wochen später einigte sich die Mitgliederversammlung darauf, das Berliner Beitragsangebot von einer Mark pro Mitglied und Monat anzunehmen - die Hälfte dessen, was die übrigen Mitgliederverbände an den ZDF zahlten. Der "vorsorgliche" Austritt schien abgewendet. Aber schon am 11. Dezember stimmten die Mitglieder einem neuen Antrag des Berliner Verbandes zu, von 1964 an gegen Zahlung einer Jahrespauschale von 500 Mark als Gast und nicht mehr als stimmberechtigtes Mitglied an den Sitzungen des ZDF teilzunehmen.

  Das Haus in der Karpfengasse
"Das Haus in der Karpfengasse", BRD 1963/64, R.: Kurt Hoffmann
 

 

 

Das Haus in der Karpfengasse
"Das Haus in der Karpfengasse", BRD 1963/64, R.: Kurt Hoffmann
       

 

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