FFG im zweiten Anlauf  
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  Auf der HDF-Versammlung am 16. Juni 1966 konnten sich die Mitglieder noch recht gelassen zeigen, denn alle Entscheidungen - bis auf eine Sonderumlage in Höhe von einer Mark pro Theater für die Lobby-Arbeit - fielen einstimmig, inklusive der Wiederwahl des Präsidiums. Dr. Martin war in Bonn in den Hintergrund getreten, nun brachte Dr. Hans Toussaint, ebenfalls CDU-Abgeordneter, neue Filmförderungspläne ins Gespräch, darunter auch wieder einen Filmgroschen: zehn Pfennig pro Eintrittskarte. Der Finanzausschuss des Bundestages plante   darüber hinaus, im Rahmen eines sogenannten Kulturpakets die Umsätze der Filmwirtschaft nur mit der Hälfte des Mehrwertsteuer-Normalsatzes, damals also fünf statt zehn Prozent, zu besteuern. Den Verleihern war an einem Junktim zwischen neuer Mehrwertsteuerregelung und Filmförderung gelegen, dem HDF nicht. Er wollte die Mehrwertsteuer-Präferenz, aber ohne Ankoppelung an das Filmförderungsgesetz. Die Bonner Politiker stellten bei Besprechungen mit Vertretern der Spartenverbände im Dezember 1966 dieses Junktim jedoch faktisch her.

 

 

           
  Werbung des Atlas-Verleihs von 1964
Werbung des Atlas-Verleihs von 1964
   
 

 

   
       

 

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