Tauschhandel  
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  Auch bei einer Aussprache zwischen dem HDF und Mitgliedern des Kultur- und des Finanzausschusses am 1. Februar 1967 zeichnete sich - was einer gewissen Ironie nicht entbehrte - für den HDF und auch für seinen Präsidenten Dr. Engelbrecht der Kompromiss, die Mehrwertsteuer
begünstigung einzustreichen und dafür ein Filmhilfsgesetz in Kauf zu nehmen, als
  einzig gangbarer Weg ab. Auf einer ausserordentlichen Versammlung am 9. Februar 1967 stimmte die große Mehrheit der HDF-Mitglieder für den Kompromiss. Nun war es der HDF selbst, der darauf bestand, einem Filmhilfsgesetz nur unter der Bedingung einer Mehrwertsteuer-präferenz von fünf Prozent zustimmen zu können.  

 

 

           
 

Werbeaufkleber 1969
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  Am 8. März einigte sich der HDF mit dem Verleiherverband in allen wesentlichen Punkten, und eine Woche später legten Abgeordnete aller Fraktionen den Gesetzentwurf vor: Zehn Pfennig pro Besucher sollten an eine Anstalt des öffentlichen Rechts abgeführt und im Verhältnis 2/3 zu 1/3 auf Produzenten und Theater verteilt werden. Der Bundestag verabschiedete am 29. Mai das neue Mehrwertsteuergesetz, das am 1. Januar   1968 in Kraft treten sollte. Seine alljährliche Mitgliederversammlung bei den Berliner Filmfestspielen am 29. Juni 1967 nutzte der HDF, um noch einmal präzisere Forderungen zu stellen. Entscheidend für die Zustimmung sei, dass das Gesetz seinen Charakter als Wirtschafts-förderungsgesetz behalte und nicht zum Kulturförderungsgesetz werde, auch müsse das Wettbewerbsverhältnis Film/Fernsehen entzerrt werden.    
       

 

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