Nach der Niederlage  
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Eine außerordentliche Mitgliederversammlung des HDF am 25. Juli 1979 billigte zum einen eine SPIO-Erklärung, in der rechtliche Schritte gegen das Gesetz angekündigt wurden - weder sei es ein Wirtschafts- noch ein Selbsthilfegesetz - und befürwortete zum anderen einen Musterprozess vor den Verwaltunsgerichten, erzwungen durch Nichtzahlung der Abgabe, in dem der HDF für zwanzig Filmtheater das erstinstanzliche Prozesskostenrisiko übernahm. Andererseits beschloss die Versammlung die Empfehlung, generell die

 
Rocky I
"Rocky I", USA 1976, R.: John G. Avildson
 

 

 

           
 
Leben und Sterben lassen
Deutschlandpremiere von "Leben und Sterben lassen", GB 1972, R.: Guy Hamilton, im Kino Mathäser-Palast,
München, 1973
   
           
  nun prozentual gestaffelte Abgabe zwar zu zahlen, dies aber unter Vorbehalt. Rosig waren die Aussichten für eine solche Klagenicht, denn schon am 8. Februar 1974 hatte das Bundesverwaltungsgericht eine von Oswald Cammann angeregte Musterklage des Berliner Verbands abgewiesen. Wie schon die Vorinstanz war das Gericht damals der Meinung, das Filmförderungsgesetz des Bundes diene   - verfassungskonform - in erster Linie wirtschaftlichen Zwecken. Mit großer Mehrheit sprach sich die Versammlung am 25. Juli 1979 dafür aus, die FFA-Gremien zu besetzen, der HDF-Beirat sollte die Kandidaten dafür wählen. Auf eine Totalverweigerung, die in der ersten Enttäuschung über das Gesetz noch im Gespräch gewesen war, verzichteten die Mitglieder des HDF.    
       

 

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