Realpolitik  
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In den achtziger Jahren verstärkte sich die Medienkonkurrenz, der sich die Filmtheaterbranche ausgesetzt sah. Videorecorder, die in den späten siebziger Jahren ihre Markteinführung erlebt hatten, setzten sich in den Achtzigern als eine potente Konkurrenz zum Kino - und zum Fernsehen - durch. Das Entstehen privatwirtschaftlicher Fernsehsender und neuer Distributionsformen per Kabel und Satellit wurden nach der Bonner Wende

   

 

 

Wo die grünen Ameisen träumen
"Wo die grünen Ameisen träumen", BRD 1984, R.: Werner Herzog
           
 
Oberst Redl
"Oberst Redl", BRD/Ungarn/Österreich 1984, R.: István Szabó
  vom Herbst 1982 durch die Medienpolitik der neuen konservativ-liberalen Bundesregierung gefördert. Diese Entwicklungen bedeuteten ein abermals vervielfachtes Angebot von Spielfilmen außerhalb des Kinos. Angesichts dieser Konkurrenz kämpfte der HDF in den achtziger Jahren um Erstauswertungsrechte für Spielfilme und um Schutzfristen. Mit dem ungeliebten Filmförderungsgesetz von 1979 musste man noch bis zu dessen Auslaufen Ende 1986 leben. Der neue HDF-Präsident Herbert Strate, der bereits als liberaler Kommunalpolitiker und Hagener Bürgermeister sein politisches Geschick unter Beweis gestellt hatte, verstand es allerdings, in seiner Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit und nicht zuletzt innerhalb der Filmförderungsanstalt, deren Vorsitzender er von 1984 an war, die Belange der Filmtheater erfolgreich zu vertreten.    
       

 

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