Verleihfragen  
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Nicht nur die Medienkonkurrenz spielte in den achtziger Jahren eine bedeutende Rolle, auch Verleihfragen rückten angesichts geschrumpfter Gewinnmargen und wegen der ökonomisch bedeutsamer gewordenen amerikanischen Verleiher wieder stärker in den Blickpunkt. Insgesamt hatte sich das Klima verschlechtert, von Spitzengesprächen mit der Motion Pictures Export Association (MPEA) versprach sich die Mitgliederversammlung allerdings wenig. Einzelgespräche mit den Verleihern schienen aussichtsreicher, um die Beziehungen erträglicher zu gestalten, wobei besonders die Praxis, Filmtermine auf lange Sicht festzuschreiben, ein

   

 

 

Problem darstellte: was sollten Kinos wie zum Beispiel das Münchner Matthäser oder der Berliner Zoo-Palast tun, wenn sie bereits Mitte 1980 einen Film für Weihnachten 1981 abschließen sollten - um dann vielleicht erst kurzfristig zu erfahren, dass der Film nicht zu liefern sei. Mitte November 1980 thematisierte die SPIO-Arbeitsgemeinschaft Verleih/Theater die Frage der verschiedenen Auswertungsrechte an Kinofilmen, die sich durch das Aufkommen der Konkurrenzmedien ergab. Der HDF forderte bei dieser Sitzung erstmals Schutzfristen, die den Stellenwert der Filmtheater als Hauptauswertungs-basis von Kinofilmen sichern sollten.

           
 
Central-Kinocenter in Hof
Central-Kinocenter, Hof, 1984
   
       

 

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