Modernisierungsstrategien  
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Ein wichtiges Argument für verstärkte Filmtheaterförderung lag in der Konkurrenz, die sich durch die staatlich gestützte Entwicklung neuer Distributionsmedien ergab. Auch zeigte sich in den achtziger Jahren zunehmend die Tendenz, dass generell nur einige wenige Filme für Umsatz und Gewinne sorgten, was die Luft besonders für kleinere Filmtheater und Nachspieler dünner werden ließ. Immerhin hatten die Filmtheater, wie der HDF 1981 vorrechnete, in den vergangenen sieben Jahren insgesamt etwa 400 Millionen Mark investiert, um den Filmtheaterpark zu modernisieren und die Kinos gestiegenen Komfortbedürfnissen anzupassen - so erlebte 1979 in der Bundesrepublik etwa das Dolby-Stereo-Tonsystem seine Markteinführung. Aus diesem Beweis

   

 

 

unternehmerischen Handlungswillens leitete der HDF auch eine moralische Berechtigung ab, an den disponiblen Mitteln des noch immer blockierten Ufi-Vermögens beteiligt zu werden. Auch würde sich bei einem revolvierenden Einsatz der Kreditmittel der Filmtheaterförderungstopf, in den sie zurückfließen sollten, weiter füllen. Tatsächlich gelang dem HDF 1981 in dieser Frage der Durchbruch, und bis 1985 standen mehr als fünf Millionen Mark für Investitionskredite an die Filmtheater zur Verfügung. Während sich das Klima für die HDF-Vertreter in den Gremien der FFA 1981 nochmals verbesserte - so wurde Herbert Strate stellvertretender Vorsitzender in Präsidium und Verwaltungsrat der FFA - verschärften sich die Probleme innerhalb der Filmtheaterbranche.
           
 
Der Himmel über Berlin
"Der Himmel über Berlin", BRD/F 1987, R.: Wim Wenders
   
       

 

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