Verschiedene Vereinigungen  
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Zwar fusionierten die Nordverbände nach Entschließungen im Jahre 1980 im folgenden Jahr zum "Wirtschaftsverband der Filmtheater Norddeutschland e.V." - eine Entscheidung, die eine noch schlagkräftigere Struktur versprach -, aber Heinz Riech schien entschlossen, den Graben zum Hauptverband zu vertiefen. Im August 1980 hatten die Mitgliedsverbände den HDF-Präsidenten autorisiert, mit Riech

  Heinz Riech
Heinz Riech, Besitzer der UFA-Filmtheater-
kette der Wirtschaftsvereinigung deutscher
Filmtheater
 

 

 

   
Ich und Er
"Ich und Er", BRD 1987, R.: Dris Dörrie
Verhandlungen über einen Wiedereintritt in die betreffenden Landesverbände zu führen. Pikanterweise hatte der Ex-Präsident Klaus Scepanik, der sich aus der Filmtheaterbranche ganz zurückzog, Riech zum 1. August 1980 seine acht Kieler Kinos verkauft, was die Zahl der Riech´schen Filmtheater auf 196 erhöhte. Knapp ein Jahr später, bei der HDF-Mitgliederversammlung am
           
  26. Juni 1981, musste Strate das endgültige Scheitern der langwierigen Verhandlungen mit Riech konstatieren. Am 9. Dezember 1981 gab Heinz Riech dann die Gründung eines neuen Filmtheaterverbands mit Namen "Wirtschaftsvereinigung deutscher Filmtheater e.V." bekannt. Als Präsident dieser Wirtschaftsvereinigung wollte der umtriebige Dr. Wolfram Engelbrecht fungieren - ungeachtet seines bisherigen   Der Stand der Dinge
"Der Stand der Dinge", BRD/Portugal/USA 1982, R.: Wim Wnders
   
           
 
Die unendliche Geschichte
"Die unendliche Geschichte", BRD 1983, R.: Wolfgang Petersen
   
 
   
  Amtes als Ehrenvorsitzender des Wirtschaftsverbands der Filmtheater Rheinland-Westfalen. Vizepräsident sollte Robert Billerbeck werden und ein weiteres Vorstandsmitglied Friedrich-Karl Pflughaupt, der Vorstand der UFA-Theater AG. Die Verlautbarung nannte drei Punkte als vordringliche Ziele: Beendigung der Videopiraterie, Festschreibung der Auswertungsreihenfolge Kino-Fernsehen-
Kabelfernsehen-Video/Bildplatte sowie Beteiligung der Filmtheater am privaten Fernsehen. Maßnahmen, die zu diesem Zweck zu ergreifen wären, nannte die Verlautbarung nicht. 300 Filmtheater waren Mitglied in der neuen Vereinigung, die damit 25 Prozent des Kinoumsatzes repräsentierte, wenngleich die Mitgliederstruktur sich etwas einseitig
  ausnahm: neben den Riech-Kinos waren nur die von Dr. Engelbrecht, die von Billerbeck und Pflughaupt - beide ohnehin mit Riech liiert - sowie die der Brigitte-Schulte-Gruppe Mitglieder. Anlässlich eines Treffens am 17. Dezember 1981 gaben das Präsidium des HDF und die Vorsitzenden aller Landesverbände eine Erklärung ab, in der sie die Neugründung nebst der Beteuerung kritisierten, die neue Vereinigung verstehe sich nicht als Gegenverband, sondern wolle mit dem HDF kooperieren - wenngleich man eigene Tarif- und GEMA-Verträge zu schließen beabsichtigte. Von den politischen Einflussmöglichkeiten einer berufsständischen und demokratischen Verbandsorganisation hatte sich die Privatvereinigung Riechs ohne Not verabschiedet.    
       

 

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