Multiplexe  
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Multiplexkino Cinemaxx Dammtor, Hamburg, 1996
Multiplexkino Cinemaxx Dammtor, Hamburg, 1996

 

 

Architekturzeichnung Cinemaxx Hamburg

           
  Die gesamte Nachkriegszeit hindurch hatte sich die mittelständische Struktur der Filmtheaterbranche in Deutschland erhalten. Dies sollte sich in den neunziger Jahren ändern, mit rasantem Tempo. Befördert wurde die Marktkonzentration durch den Boom einer neuen Filmtheaterform, die das Konzept der Kinocenter nach US-amerikanischen und britischen Vorbildern auf ein neues Niveau hob: die Multiplexe, die mit acht und mehr Leinwänden und mehr als 1600 Sitzplätzen an einem Standort nicht nur eine große Filmauswahl, sondern auch avancierte Technik und hohen Komfort boten, zwangen etliche etablierte Filmtheater zur Aufgabe. Diese Marktkonzentration betrachteten zumal die amerikanischen, marktbeherrschenden   Verleiher durchaus mit Wohlwollen, und die traditionelle Auseinandersetzung mit den Verleihfirmen um Mietkonditionen und -preise erhielt für die nach wie vor mittelständische Mehrheit der durch den HDF repräsentierten Filmtheater angesichts der scharfen brancheninternen Konkurrenz eine neue Dringlichkeit. Der Hauptverband, bemüht auch den stärker überregionalen Interessen von Kinoketten Rechnung zu tragen, wandelte sich 1998 vom Dachverband zum Mitgliederverband, und die Landesverbände - deren jüngster war der nach der Wiedervereinigung entstandene Wirtschaftsverband der Filmtheater Ost - lösten sich zugunsten einer effizienteren und rationelleren Verbandsstruktur auf.  

 

 

 

       

 

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