Neue Länder, neue Kinos  
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Zwar ging auch die Berliner Entschließung 1990, die der HDF bei seiner Mitgliederversammlung am 8. Juni 1990 fasste, auf den Europäischen Binnennmarkt ein, an erster und zweiter Stelle der Entschließung standen aber andere Themen. Im ersten Halbjahr 1990 hatten es deutsche Filmproduktionen trotz Filmförderungsgesetz wieder auf nur fünf Prozent Marktanteil gebracht. Der HDF forderte daher eine grundsätzliche Neuorientierung aller Förderungsmaßnahmen für die deutsche Produktion, um "die Herstellung echter Kinofilme" zu gewährleisten. Eine ausreichende Anzahl publikumswirksamer, national wie international konkurrenzfähiger Kinofilme sei die beste Kinoförderung, wie der HDF unermüdlich betonte, diesmal mit Blick auf eine weitere, im Jahre 1992 anstehende Novelle des Filmförderungsgesetzes. Zweites Thema der Berliner Entschließung war die Wiedervereingung. Der HDF wünschte sich die Ablösung der bisherigen Filmtheaterstrukturen der DDR durch eine marktwirtschaftliche Ordnung und das Entstehen "eines leistungsfähigen, auf Privateigentum gestützten mittelständischen Filmtheaterparks". HDF und Mitgliedsverbände wollten zudem den Aufbau regionaler Wirtschaftsverbände unterstützen.
Auch personelle Änderungen gab es im Jahr 1990 im HDF. Die Mitgliederversammlung wählte für den nicht mehr kandidierenden Udo Klein den inzwischen besänftigten Steffen Kuchenreuther wieder ins Präsidium, und Wolf-Dietrich von Verschuer löste als Geschäftsführer des HDF Dr. Loppin ab, der in den Ruhestand trat.

   

 

 

Wolf-Dietrich von Verschuer
Wolf-Dietrich von Verschuer, Geschäftsführer des HDF seit 1990

Steffen Kuchenreuther
Steffen Kuchenreuther, seit 1992 Präsident des HDF

       

 

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