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Kinos in Trümmern - Trümmerkino: Den Filmen, die das aktuelle Leben in den zerstörten Städten schilderten, war kein Erfolg beschieden, das hungernde Publikum verlangte Ablenkung von den Existenzsorgen. Deshalb nahm das Unterhaltungsangebot beträchtlich zu, auch weil nach der Währungsreform 1948 der bundesdeutsche Markt für die amerikanischen Verleiher lukrativ wurde. 1950 hatten schon knapp 4000 Kinos geöffnet (was dem Vorkriegsstand entsprach), und sie zogen Besuchermassen an: 487 Millionen Bundesdeutsche gingen in jenem Jahr ins Kino. Mangels Alternativen in der Freizeitgestaltung und fehlender Mobilität erhielt das "Kino an der Ecke" seinen festen Platz im Wochenablauf der Familie mit Kindervorstellung, Jugendvorstellung, Hauptprogramm und Spätvorstellung.

 

Marmorhaus in Berlin
Gemaltes Großplakat am Kino Marmorhaus, Berlin, für "Caesar und Cleopatra", GB 1946, R.: Gabriel Pascal, deutsche Erstaufführung 1948

 

Werbeauto "Dick und Doof"

Lichter der Großstadt

Lang ist der Weg

Krach im Hinterhaus

     

 

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