Marketing  
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  Hier wie in den Innenstädten glänzte das Filmprogramm durch Vielfalt. "Der richtige Film ins richtige Haus" lautete die Devise der Verleiher, deren Vertreter in ständigem Kontakt zu den Kinobesitzern standen. Diese wiederum hatten eigene Vorlieben oder kannten den Geschmack "ihres" Publikums sehr genau. Es gab Häuser, die sich auf Western, amerikanische B-Pictures oder "anspruchsvolle" Filme spezialisiert hatten. Die großen Titel wiederum gingen an die miteinander konkurrierenden Innenstadt-Kinos, die anders als heute   nicht denselben Film spielen durften. Mit Hilfe von Teilungslisten suchten die Verleiher sie zufriedenzustellen: Die Besitzer der Erstaufführungshäuser hatten von Jahr zu Jahr wechselnd die "Erstwahl" unter den in einzelne Blöcke unterteilten Staffeln, die sie "blind", also ohne sie zu kennen, buchten. Um das Risiko dieses Blind- und Blockbuchens möglichst gering zu halten, setzten die Kinobesitzer auf zugkräftige Namen und Sujets. Deshalb auch waren für sie, und nicht nur für das Publikum, die Stars von enormem Wert.  

 

Verdammt in alle Ewigkeit

Don Camillo und Peppone

Nachts, wenn der Teufel kam

Der Hauptmann von Köpenick

 
Sissi
Plakat zu "Sissi", Österreich 1955, R.: Ernst Marischka
       

 

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