Ende des Familienkinos  
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Der Vielfalt des Angebots entsprach die Bandbreite der einzelnen Vorstellung: die bestand nicht nur aus Werbung, Trailern und Hauptfilm, sondern darüberhinaus aus der Wochenschau, die in fernsehloser Zeit filmische Nachrichten bot, und aus Kulturfilmen. Illustrierte Filmprogramme, die zu jedem Hauptfilm erschienen und an der Kasse erhältlich waren, erinnerten zu hause noch lange an das Kinoerlebnis und wurden beliebte Sammelobjekte.

  Wenn die Conny mit dem Peter "Wenn die Conny mit dem Peter", BRD 1958, R.: Fritz Umgelter  

 

Canaris

Der Greifer

Nachts auf den Strassen

Der Tiger von Eschnapur

 
Die Halbstarken
"Die Halbstarken", BRD 1956, R.: Georg Tressler
         
 
Der Tiger von Eschnapur
"Der Tiger von Eschnapur", D/F/I 1958, R.: Fritz Lang
  Der Niedergang dieser Kinokultur, die so selbstverständlich zum Alltag der ganzen Familie gehört hatte, begann sich Ende der fünfziger Jahre abzuzeichnen. Die zunehmende Verbreitung des Fernsehens gilt als Hauptursache, aber auch die Erhöhung der Mobilität besonders Jugendlicher und eine Erweiterung des Freizeitangebots waren für die einsetzenden Veränderungen verantwortlich. Der sich etablierenden Jugendkultur suchte die Filmwirtschaft mit zielgruppenorientierten Filmen entgegenzukommen, aber dass die Älteren dem Pantoffelkino den Vorzug vor dem richtigen Kino gaben, führte in den sechziger Jahren zum Zusammenbruch des bundesdeutschen Star-Systems. Das große Kinosterben begann.  
       

 

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