Luxus siegt  
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Titania-Palast in Berlin und Foyer der UT-Kinos, Saarbrücken
(u.l.) Foyer des Kinos Titania-Palast, Berlin, 1995
(o.r.) Foyer der UT-Kinos, Saarbrücken
 

 

 

 

 

     

Die nach wie vor junge Mehrheit der Kinogänger genoss das umfassende Freizeitangebot der Multiplexe, die nicht selten an Einkaufscenter angeschlossen waren. Multiplexe wollten nicht allein Kino sein, sondern Treffpunkt. Und die neuen Center boten einiges: großzügige Architektur mit einladenden Glasfassaden, weitläufige Foyers mit umfassenden Gastronomie-Angeboten, aktuelle Produktionen in acht und mehr Sälen, moderne Tonsysteme und stark ansteigende Reihen bequemer Sessel mit ungehindertem Blick auf große Leinwände.

Etliche unattraktivere Filmtheater mussten schließen, und auch Investitionen in Komfort und Technik bestehender Kinos boten keine Gewähr, von der Multiplexkonkurrenz in der Nachbarschaft nicht erdrückt zu werden. Insgesamt aber vergrößerte sich durch die neuen Kinocenter die Abspielbasis in Deutschland, und aus 3700 Leinwänden in 1990 wurden bis 1999 mehr als 4200. Ende der neunziger Jahre brachten es die inzwischen mehr als 90 Multiplexe auf einen Marktanteil von mehr als 30 Prozent, Tendenz steigend.

 

Dolby Digital-Surround EX
Schematische Darstellung des Tonsystems Dolby Digital-Surround EX, 1998

Sony Dynamic Digital-System (SDDS)
Das 8-Kanal-Tonverfahren Sony Dynamic Digital-System (SDDS), 1995

           
 
   
           
     

 

   
       

 

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